Lebenslauf

Stand 2018: Es ist für mich nicht mehr möglich ist als Hausgeburtshebamme zu arbeiten. Besuchen Sie auch meine www.nilufar-zand.de zum Lesen meiner Geschichte.

Geboren bin ich im März 1977 in Teheran/Iran, im damals neuen englischen Krankenhaus. Pünktlich zur Einschulung ging es dann nach Hamburg. Hier habe ich auch 1996 mein Abitur gemacht. In 1997 und 1998 habe ich kurz an der Hamburger Universität Medizin studiert.
Danach habe ich alle möglichen Arbeits-und Lebenswelten kennengelernt. In dieser Zeit habe ich mit kleinen Kindern und Ihren Eltern zusammengewohnt, bekam hautnah mit was für wunderbare, aber auch wortwörtlich umwerfende Prozesse mit der Ankunft eines Kindes in Gang gesetzt werden. Mein Respekt und meine Bewunderung sind noch genauso groß wie damals. Diese Lebensphase bestärkend begleiten zu dürfen, und das auf Augenhöhe, war und ist für mich ein Traum.

2001 ging dann nach diversen Praktika mein Wunsch in Erfüllung, ich begann meine Ausbildung zur Hebamme in den städtischen Kliniken in Oldenburg (Oldb). Noch während der Ausbildung begann ich mit einer therapeutischen Begleitung meiner Arbeit. Unter anderem absolvierte ich später eine 3-jährige Grundausbildung in tiefenpsychologischer Körpertherapie. Dies war für mich in der Ausbildung überlebenswichtig und ist auch jetzt noch ein wichtiger Baustein meiner Arbeit. Mit frischem Examen ging es zurück nach Hamburg. Hier begann ich  im Kreißsaal eines Hamburger Krankenhauses zu arbeiten. Gelernt habe ich über mich in dieser Zeit, dass ich auch in Notsituationen ruhig bleibe.

2005 wagte ich dann den großen Schritt und machte mich in Hamburg selbstständig als Hebamme, begann mit Vorsorgen und Wochenbettbetreuung, Kursen in Geburtsvorbereitung, Rückbildung und Babymassage. Und sammelte erste Erfahrungen mit der Hausgeburtshilfe durch Hospitationen bei einer Kollegin (hier einen ganz herzlichen Dank an Isabelle Nini!) und Fortbildungen zu hausgeburtsrelevanten Themen. Meine ersten Erfahrungen mit ganzheitlicher Betreuung in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett machte ich dann als Beleghebamme, wir blieben oft so lange es ging zu Hause und gingen dann auch schnell wieder dorthin zurück.

Im Jahr  2007 erlebte ich meine erste Hausgeburt als allein verantwortliche Hebamme, danach kam es dann Schlag auf Schlag: Ein paar Monate später lernten Gabriele Langer- Grandt und ich uns kennen, kamen auf die Idee uns zusammenzutun, und seit 2008 arbeiten wir nun eng im Team zusammen. Gabriele ist eine großartige Frau und sehr erfahrene Hebamme und ich bin sehr dankbar sie kennengelernt zu haben. Wir sind in allen wichtigen Dingen auf einer Wellenlänge, ergänzen uns gut in anderen Bereichen und bilden ein wunderbares Team.

In 2009 erfüllte ich mir einen Traum und reiste ein Jahr lang, mit einer Atlantiküberquerung als Crewmitglied auf einem Segelschiff als krönendem Abschluss. Seit 2010 bin ich wieder in Hamburg, die Hebammenarbeit hat mir dann auch wirklich gefehlt. Während meiner Abwesenheit kam es zum extremen Anstieg der Berufshaftpflichtversicherungen für die freiberuflichen Hebammen, was es leider völlig unmöglich macht als Hausgeburtshebamme in ländliche Gegenden zu ziehen. So bin ich in 2012 auch nur an den Rand der Hansestadt gezogen, Hamburgs Osten hat jetzt wieder eine Hausgeburtshebamme!
Mein neues Ziel: Die Suche nach Möglichkeiten, das traditionelle und moderne Können meines Berufsstandes zu retten. Und denen, die es wünschen, eine angemessene Betreuung weiterhin auch außerhalb der Kliniken zu ermöglichen.

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